Klimawandel beeinflußt Marketingstrategie

Public Relations gewinnen immer mehr an Bedeutung im Wettbewerb der Unternehmen. Dennoch fehlt vielen eine Gesamtstrategie. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle PR-Trendmonitor.
PR-Budgets in der Regel stabil: Bei der Entwicklung der PR-Budgets sind keine großen Veränderungen zu erwarten. Während es nur in wenigen Fällen gesunken ist, geht der Trend bei einem viertel der Befragten nach oben. Vor allem Verbände und Unternehmen planen eine Aufstockung der zur Verfügung stehenden Gelder. Bei den öffentlichen/staatlichen Institutionen sind am wenigsten Veränderungen zu erwarten.
Rentenlücke bei Frauen: Klicken Sie auf die roten Punkte in unserer interaktiven Infografik, um mehr über das jeweilige Thema zu erfahren.
Ein heftiges Beben droht der Medienlandschaft. Erstmals sind Computer für Jugendliche wichtiger als das Fernsehgerät. Und: Den Printmedien droht Schlimmes. Denn auf sie können Teenager nahezu komplett verzichten. Ein ganzer Medienzweig steht mittelfristig vor dem Aus. Dies sind Ergebnisse der aktuellen JIM-Studie (Jugend, Information, (Multi-)Media), die mit einer repräsentativen Umfrage unter 1.200 Jugendlichen die Veränderung des Medienverhaltens und damit die Verschiebung der medialen Machtverhältnisse dokumentiert. Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest untersucht mit der JIM-Studie seit 1998 das Medienverhalten von Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren in Deutschland.
Typisch Journalist! Das denken viele Bundesbürger, wenn sie sich über Hape Kerkeling in seiner Paraderolle als Horst Schlämmer amüsieren. Als schmierig-mieslauniger stellvertretender Chefredakteur vom Grevenbroicher Tagblatt (»immer janz discht dran und knallhart nachjefracht«) lässt Schlämmer keine Peinlichkeit aus. Wie sehr die derben Sprüche und die satirischen Auftritte von Hape Kerkeling dem Empfinden der Deutschen entsprechen, beweist die aktuelle Berufsprestige-Skala des IFD Institut für Demoskopie Allensbach. Dort rangiert der Journalist an fünftletzter Stelle im Ansehen der Bevölkerung. Selbst Manager in Großunternehmen und Offiziere sind beliebter. Über die Gründe lässt sich ohne Frage lang und trefflich diskutieren. Auch über die Frage, ob große Vorbilder wie Henri Nannen, Hajo Friedrichs, Rudolf Augstein oder Herbert Riehl-Heyse angesichts der ökonomischen Zwänge in den Verlagshäusern und der heftigen Konkurrenz verschiedener Medien heute noch den gleichen Weg gehen könnten wie einst.
Collin Scholz
»Mund halten und kopieren«
Mit einem gängigen Klischee konnte die Online-Umfrage der Gruppe Pilot:Projekt zum Thema »Kommunikationsberufe: Aller Anfang ist....?« aufräumen: Kaffee kochen gehört nicht mehr zum Praktikantenallerlei im Kommunikationsbereich des 21. Jahrhunderts. Mund halten und Kopieren allerdings schon.
Dabei sitzt der Durchschnittspraktikant am »Katzentisch« und arbeitet für andere zwischen acht und zehn Stunden am Tag zu. Eigene Projekte sind Mangelware. Als Dank dafür gibt’s oft das mulmige Gefühl, nicht zum Team zu gehören. Die ausgeübten Tätigkeiten decken sich selten mit den Vorstellungen vom Traumjob im Kommunikationsbereich, auf die sich der Großteil der Umfrageteilnehmer nach dem Praktikum ohnehin keine Hoffnungen mehr macht. Und dafür gibt’s für den ab Realschule aufwärts gebildeten, oft studierten über dreißigjährigen Praktikanten und Volontär stattliche 200 bis 500 Euro im Monat. Aller Anfang ist eben schwer. Und voller Entbehrungen.
Eine DJV-Umfrage zeigt, dass in der Öffentlichkeitsarbeit von Unternehmen vor allem Einzelkämpfer tätig sind. Rund ein Viertel der befragten Betriebe beschäftigt in diesem Bereich nur eine Person. In 22,5 Prozent der Einrichtungen agieren vier bis zehn PR-Kräfte. Jedes fünfte Unternehmen beschäftigt für die Kommunikation mehr als zehn Personen.
Arbeitsmarkt bietet Journalisten gute Chancen
Gute Nachricht für Publizisten auf Jobsuche: Der Neu- oder Wiedereintritt in den Arbeitsmarkt gestaltet sich insbesondere für junge Journalisten mit Volontariat nahezu reibungslos. So kamen im Jahr 2005 auf zehn Arbeitssuchende 18 Stellenangebote, wie das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (iwd) jetzt bekannt gab.
Mit 17 Prozent erreichte der Anteil der Akademiker an allen Erwerbstätigen im Jahr 2005 seinen historischen Höchststand. Im Jahr 2005 stieg die Anzahl der Erwerbstätigen mit Hochschulabschluss um über 4,8 Prozent auf über sechs Millionen Personen.
Pädagogen gehören derzeit zu den gefragtesten Akademikern auf dem Arbeitsmarkt. Der höchste Zuwachs an Neueinstellungen ist bei den Ingenieursberufen zu verzeichnen. Besonders Maschinenbau- und Elektroingenieure waren 2005 viel gesuchte Spezialisten.
Die Kommunikationswissenschaften konnten in den vergangenen zehn Jahren erhebliche Zuwächse verzeichnen: 64,73 Prozent bei der Zahl der Studierenden und ein Plus von 24,21 Prozent bei den Abschlüssen seit 1995. Forschungsanstrengungen und Fachbereiche legten im gleichen Zeitraum ebenfalls um rund 12,5 Prozent zu.
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